Der unterschätzte Angler
Kabeljau. Der Fisch, der die Welt veränderte
Kochbuch für Liebhaber
Seafood
Alexander Behm
 

Robert Arlinghaus

Der unterschätzte Angler. Zukunftsperspektiven für die Angelfischerei in Deutschland

KOSMOS 2006


Der Autor hat Fischwirtschaft und und Gewässerbewirtschaftung an der Humboldt-Universität Berlin studiert und promoviert. Wissenschaftlich und publizistisch arbeitet er auf dem Gebiet des Angelfischerei-Managements.
Für alle, die sich dafür interessieren, welche Bedeutung die Angelfischerei in Deutschland hat und welche Entwicklungschancen und Risiken für sie bestehen, findet in diesem Buch eine Fülle von Informationen. Der Bogen ist weit gespannt: Binnenfischerei im Wandel der Zeit, insbesondere die stark gewachsene Bedeutung der Angelfischerei, Angler in der Gesellschaft, die Wirkungen der Angelfischerei auf die Biologie der Gewässer, die Selbsteinschätzung der Angler und die Zukunftsaussichten der Angelfischerei in Deutschland werden auf 168 Seiten gut lesbar und detailreich dargestellt. Ein wirklich gutes Buch für diejenigen, denen die Zukunft der Fischerei mit der Handangel am Herzen liegt und denen bewusst ist, dass sie in einem gesellschaftlichen und politischen Spannungsfeld steht. Das Literaturverzeichnis und der Index sind eine hilfreiche Ergänzung.


Mark Kurlansky

Kabeljau. Der Fisch, der die Welt veränderte

Claassen 1997


Mark Kurlansky, Journalist aus Neu England stammend, hat viele Jahre auf Hochseekuttern gearbeitet. Er schildert die die wirtschaftliche und politische Bedeutung des Kabeljaufangs im Nordatlantik und in der Nordsee. Die Entwicklung der Fangmethoden, der zugehörigen Technik und die Auseinandersetzungen um die Fanggründe aus Zeiten vor der Entdeckung Amerikas bis in die Gegenwart beschreibt der Autor sehr spannend. Eine anregende Lektüre für lange Abende und ein tolles Geschenk für alle Fischverrückten!

Natürlich meint man als Dorschangler, eine ganze Menge über diesen Fisch zu wissen, aber in dem Buch wird deutlich, wie wichtig er für die Ernährung der Menschen und die Entwicklung von Staaten war. Man erfährt, daß die Basken vor Neufundland den Kabeljau in großen Mengen fingen und als Stock- und Klippfisch nach Europa brachten, bevor Kolumbus Amerika entdeckte. Sie konnten lange geheimhalten, wo die Quellen ihres Reichtums waren.

Der Kabeljau ermöglichte den ersten Einwanderern in Nordamerika das Überleben. Er wurde Teil eines Dreieckshandels, den die Neuenglandstaaten mit Afrika und Westindien betrieben, in dem, Sklaven und Melasse die weiteren Handelsgüter waren. Der Niedergang der Kabeljaufischerei vor Neufundland, der Kabeljaukrieg zwischen England und Island in den siebziger Jahren spannen den Bogen bis in die Gegenwart. Viele für uns etwas ungewohnte Kochrezepte, z.B. für ein Gericht aus Schwimmblasen, und ein sehr brauchbares Register bereichern das Werk. Daß auf dem Schutzumschlag und in den Kapitelüberschriften statt des Kabeljaus ein Franzosendorsch abgebildet ist, verwundert und ist ein wenig ärgerlich. Auf jeden Fall ein sehr lesenswertes Buch!


Wolf-Dietrich Wiendiek

 Kochbuch für Liebhaber

186 Seiten, Ringheftung

Der am 25. Januar 2001 verstorbene Autor dies schönen Kochbuches war etliche Jahre Mitglied unseres Vereins, vielen von uns unter dem Spitznamen "Wodi" bekannt. Er zählte zu den besten Köchen  Schleswig-Holsteins. Natürlich bildeten für ihn als Angler dieser Region der Fisch und die Meeresfrüchte besondere Schwerpunkte. Das Kochbuch ist kein Fischkochbuch, sondern widmet sich allen Speisen und Gerichten der feinen Kücke. Wolf-Dietrich Wiendieck  schreibt in seinem Vorwort: "...alle diese Rezepte habe ich zumindest einmal gekocht, manche ständig, andere eher selten. Es sind Standardrezepte dabei, ungewöhnlich erscheinende, welche, die ich bei anderen Köchen geniessen durfte, und nur wenige, auf die ich den Anspruch erhebe, dass sie aus meiner Feder stammen."

Die fast zweihundert Rezepte bieten reichlich Anregung für diejenigen, die Freude am nicht nur alltäglichen Kochen haben. Die Ringheftung ist deswegen so praktisch, weil sich das Kochbuch für jedes Rezept aufgeschlagen hinlegen läßt. Sehr schön und praktisch ist auch das Glossar, in dem die küchentechnischen Begriffe erklärt werden.

Das, liebe Angelfreunde, ist nicht nur ein Wink mit dem Zaunpfahl für die Küchenfee, die man ja auch selbst mal sein kann, sondern auch eine wunderschöne Erinnerung an ein früheres, allseits geschätztes ehemaliges Mitglied unseres Vereins.


 Seafood. Kochbuch und Lexikon von Fisch und Meeresfrüchten

Teubner Edition (ISBN 3-7742-4183-X)

Das Buch wiegt soviel wie ein anständiger Karpfen, nämlich fast drei Kilogramm - ein Prachtband. Auf ca. 450 großformatigen Seiten und weit über 1000 farbigen Abbildungen erfährt der Leser alles über den kulinarischen Aspekt der Fische, aber auch der Krebse, Tintenfische und Muscheln. Dabei werden trotz der Überschrift  Seafood auch Süßwasserfische behandelt. Das erste gute Drittel des Buches, das "Lexikon", behandelt Geschichte, Fangmethoden und Bedeutung der verschiedenen Fisch-, Krebs und Muschelarten. In der Seafood-Küchenpraxis wird die Vorbereitung mit vielen Abbildungen demonstriert und dann kommt wirklich alles über die Zubereitung selbst. Da läuft das Wasser im Mund zusammen! In Anbetracht der Qualität und des Umfangs dieses Buches ist sein Preis bescheiden. Ein ganz heißer Tip für Weihnachten!
 

Jörg Schimmler

Alexander Behm (1880-1952). Erfinder des Echolots

188 Seiten, 27 Abbildungen

Books on Demand, Norderstedt 2013, ISBN 978-3-7322-3110-2

Vor rund einhundert Jahren begann in Kiel die erfolgreiche Entwicklung des Echolots, das unverzichtbare Instrument für Navigation, Vermessung, Wracksuche und Fischerei durch unser ehemaliges Mitglied Alexander Behm. Die Biographie dieses außergewöhnlichen Mannes beschreibt die Geschichte seiner bahnbrechenden Erfindung. Behm wurde nicht nur durch seine Erfindung, sondern auch durch seine Angelleidenschaft berühmt. In seiner Kieler Echolotfabrik wurden auch die von ihm entwickelten Angelgeräte gefertigt.
 


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